Der Selbstzünder (Diesel, Biodiesel) hat es gegen die Fremdzünder (Benzin, Gas, Ethanol) recht schwer, im Kampf der Umweltgifte.

Damit der Diesel so sauber werden kann, wie ein Benziner, benötigt man mehr Technologie um den Schadstoffen, wie Stickoxiden (NOx), den Garaus zu machen. Oxidationskat und Partikelfilter reichen da bald nicht mehr aus. Stickoxide in der Darstellung NOx, stellt eine Gruppe dar, aus Stickstoffmonoxid (NO), DiStickstoffoxid (N2O) und Stickstoffdioxid (NO2).

  • NO ist ein geruchloses Gas, dass mit der Umgebungsluft zu NO2 reagiert
  • N2O, auch bekannt als Lachgas hat, wie bekannt, eine betäubende Wirkung und ist ca. 300x schädlicher als CO2
  • NO2 trägt zum Enstehen des giftigen Ozons bei

Das Problem beim Selbstzünder ist die schon von Hause aus 3 mal so hohe Stickstoffkonzentration als beim Benziner.

Der Vorteil, daß Dieselfahrzeuge sparsamer sind, erkaufen sich die Diesel mit hoher Temperatur und damit steigendem Stickstoffoxidausstoss.

Techniken, wie Abgasrückführung, vermindern zwar die Temperatur, erhöhen dabei aber auch den Ausstoß der Rußpartikel. Da beißt sich doch der Hund in den Schwanz könnte man denken.

Eine von Mercedes entwickelte Technologie, genannt Bluetec, kann hier Abhilfe schaffen.
VW und Audi beteiligen sich an diesem Konzept.

Grundprinzip ist ein NOx-Speicherkatalysator, der in der ersten Ausbaustufe den Stickoxidausstoss unter die Euro-5 Norm drückt.

Ein Ziel dieser Allianz zwischen Mercedes, Audi und VW ist es ausserdem, auf dem US-Markt ein Wörtchen mitreden zu können.

Diese Technik kann aber nur bei Autos bis in die obere Mittelklasse eingesetzt werden. Schwerere und größere Fahrzeuge brauchen zusätzlich eine Harnstoffeinspritzung.

Das Pendant zu Bluetec ist bei Toyota der D-Catt. Hier macht ein Keramikkatalysator in einem kombinierten Prozess, Stickoxide und Rußpartikel unschädlich. 
Toyota ist somit mit seinen Modellen, Avensis, Auris, Corolla Verso, RAV4, sowie in der Premiumklasse beim Lexus für die Euro-5 Norm vorbereitet.

Schlussendlich kann man sagen, dass der Diesel auf Grund seines geringeren Verbrauchs, gegenüber den Fremdzündern einen gewaltigen Vorsprung hat, für den es sich lohnt Technologien zu entwickeln, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Das Interesse am Diesl ist nach wie vor ungebrochen.

Wenn es die großen PKW-Hersteller schaffen, den notwendigen "Technologieaufriss" dafür kostengünstig anbieten zu können, bleibt der Diesel eine echte Alternative oder sogar mehr.

Wenn man bedenkt, dass die meisten Hersteller schon kräftig am Diesel-Hybrid arbeiten (der erste Diesel-Hybrid soll Ende 2010 rauskommen), kann man sehr gespannt und entspannt (wie man`s nimmt) in die Diesel-Zukunft schauen.

Schaun mer mal 😉