Immer wieder jedes Jahr aufs neue, steigt die Gefahr, Opfer eines Hagelschadens zu werden.

  • Wie entsteht Hagel?
    • Erst einmal durch normale Regentropfen. Diese werden durch Aufwinde in höher gelegene Frostzonen getrieben und werden zu Eiskristallen.
    • Durch weiteres Absinken, nehmen sie immer mehr Wasser auf und werden wieder durch Aufwinde nach oben getrieben.
    • Das geschieht solange, bis es entweder keine Aufwinde mehr gibt oder die Hagelkörner so schwer sind, das sie nicht mehr aufgetrieben werden können.
    • Danach stürzen sie auf die Erde.
  • Wo tritt Hagel vermehrt auf?
    • Hauptsächlich in Süddeutschland, Österreich und in der Schweiz
    • In den letzten Jahren auch vermehrt in Gebieten, die bis jetzt von Hagel verschont wurden.
    • Durch die zunehmende Erwärmung des Klimas, steigt die Gefahr, überall in Deutschland mit Hagel rechnen zu müssen.
  • Wer kommt für den Hagelschaden auf?
    • Im Normalfall die Teilkaskoversicherung. Genaueres immer direkt bei der eigenen Versicherung klären.
    • Der Schadenfreiheitsrabatt geht dabei nicht verloren.
    • Auftretende Glasschäden während eines Hagelschauers werden auch von der Teilkasko übernommen. Hier entscheiden die Versicherungen unterschiedlich, was die Selbstbeteiligung betrifft. 
    • Vereinzelnt gewähren kulante Versicherungen einen Mietwagen, auch hier sollte man sich vorher informieren.
    • Da der Schaden gleichzeitig auch bei anderen Fahrzeugen auftritt, erstellen die meisten Versicherungen Sammelgutachten. Sehen sie zu, das sie den Schaden rechtzeitig bei Ihrer Versicherung anmelden und ihr Fahrzeug mit in dieses Sammelgutachten aufgenommen wird, sonst kann die Bearbeitung und damit die Zahlung länger dauern.
  • Wie repariert man Hagelschäden?
    • Es gibt verschiedene Methoden, die entstandenen Hageldellen zu reparieren.
    • Großflächiges Abschleifen, danach Füllspachtel auftragen und abschliessend mit Decklack versehen.
    • Das Blech erhitzen, um die Delle zur Beule werden zu lassen. Danach abschleifen und lackieren.
    • Neuere Methoden, die die Versicherungen bevorzugen, gehen einen anderen Weg. Hier wird die einzelne Hageldelle wie eine gewöhnliche Beule, z.B. bei der Prouktion entstanden, mit dem Hammer  ausgebeult oder mit Heißkleber rausgezogen.
  • Wer repariert Hagelschäden?
    • Nachdem in Deutschland vermehrt Hagelschäden zu beklagen sind, wachsen selbsternannte "Dellendoktoren" wie Pilze aus dem Boden. In Schnellkursen wird ihnen beigebracht, was Profis über Jahre gelernt und in weiteren Jahren an Erfahrung gewonnen haben. Das darunter die Qualität und das Ergebnis leidet kann sich wohl jeder vorstellen.
    • Versierte Fachwerkstätten erkennt man daran, dass sie auch im Ausland agieren (dadurch immer mehr Erfahrung sammeln), Hageltechniker selber ausbilden, viele Jahre diesen Dienst anbieten und ihren Sitz in Deutschland haben. Das ist wichtig für die Gewährleistung.
  • Kann man sich vor Hagelschäden schützen?
    • Ja.
    • Wer eine Garage sein eigen nennt, hat die wenigsten Probleme, einem Hagelschaden zu entgehen, ausser er ist gearde mit dem Auto unterwegs 😉
    • Es gibt noch eine weitere Methode. Noppenpolsterfolie oder Luftpolsterfolie, wie sie beim Umzug verwendet wird. Hier sollte man NICHT die einlagige, sonder die 3-lagige Folie nehmen. Sie wiegt nur ein paar Gramm und ist im Verhältnis zum anstehenden Schaden (auch wenn man den nicht selber zahlen muss) relativ günstig. Zur "Hagelsaison" kann man sich schon ein paar Quadratmeter (schätzungsweise 10qm) in den Kofferaum packen. Eine Rolle Klebeband sollte auch dabei sein, denn nur unter den Wischerblättern befestigen, wird nicht ausreichen, denn neben dem Hagel wird es auch recht stürmig sein. Man könnte auch die jeweiligen Enden mit der Kofferaum- und Motorhaubenklappe festklemmen.
    • Überziehgaragen sind eine weitere Methode. Habe aber leider keine Erfahrung damit.