Auch noch in den letzten Tagen des Jahres 2012 sind zwei Tote durch eine Geisterfahrt zu beklagen:

Auf der A 52 rammte in der Nähe von Dorsten am Nachmittag des 30.12.2012 ein Geisterfahrer ein entgegen kommendes Fahrzeug.  Zwei Personen darin kamen ums Leben, eine weitere Person erlitt – ebenso wie der Geisterfahrer selbst – schwere Verletzungen. Wie es zu der Falschfahrt kam, konnte noch noch nicht ermittelt werden.

Erst kürzlich, am Heiligabend, waren die Autofahrer auf der A 3 vor einem Geisterfahrer gewarnt worden. Ein 55jähriger hörte am Steuer seines Autos die Meldung, fuhr auf der rechten Spur und als ihm Fahrzeuge entgegen kamen, verließ er die Autobahn. Wohl aus Angst vor dem vermeintlichen Geisterfahrer. Zum Glück ging diese Episode ohne Schaden ab, denn der 55jährige selbst war der Falschfahrer gewesen, ohne dass es ihm wirklich bewusst geworden war.

Gemäß einer Studie des ADAC ist eine Häufung von Falschfahrten auf kurzen Autobahnstücken, sowie Zubringern und an den Wochenenden zu verzeichnen. Es werden Maßnahmen gefordert (wie zum Beispiel unübersehbare Warntafeln), um versehentliche Geisterfahrten zu verhindern. Auch Krallen in der Fahrbahn, die bei falschem Auffahren die Reifen des entsprechenden Fahrzeuges zerstören, sind in der Diskussion.

Denn – gegen bewusstes Auffahren entgegen der Fahrtrichtung nutzen natürlich Hinweisschilder nicht. Wie zu Beispiel bei dem schrecklichen Unfall Ende Oktober, bei dem fünf Menschen starben. Der Geisterfahrer hatte kurz vor dem Unfall eine Art Abschieds-SMS an seine Angehörigen geschickt und war ungebremst in ein entgegen kommendes Fahrzeug gerast.