Es ist noch gar nicht allzu lange her, als es hieß, dass eine Pkw-Maut in Deutschland geplant sei, allerdings nur für ausländische Fahrzeuge. Angedacht wurde unter anderem die Zahlung einer Maut von allen PKW.s, aber im Gegenzug eine dementsprechende Entlastung deutscher Autofahrer bei der KFZ-Steuer. Daran anschließend wurde gemeldet, dass dies nicht mit den EU-Richtlinien konform sei und deshalb quasi schon fast vom Tisch.

Aber eben nur "fast", denn das Thema PKW-Maut ist bekanntlich schon seit Jahren im Gespräch und es könnte schon Wege geben, die durchaus auch europakonform sein könnten, wird derzeit publik gemacht. Für den Fall der Fälle – eine Maut nur für Ausländer kann auch Nachteile haben, besonders im touristischen Bereich. Hier warnt zum Beispiel BTW-Generalsekretär Michael Rabe in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung", er sieht eine Gefahr für tausende Arbeitsplätze.

Fakt ist, das Gelder fehlen, die zum Straßenbau und zum Erhalt der Infrastruktur notwendig sind. Es ist die Rede von bis zu 11 Milliarden Euro, die in den nächsten Jahren dafür aufgebracht werden müssen. Und es bleibt die Frage: "Von wem?" bzw. "Woher?" Und nun schließt sich der Kreis, denn einen Bruchteil davon könnte eine PKW-Maut in die Staatskassen spülen. Und nun lesen wir von einer "100,– Euro-Vignette" für alle und einem "Öko-Rabatt" für schadstoffarme Autos, für die bekanntlich keine oder nur eine geringe KFZ-Steuer zu entrichten ist.

Es wird also weiterhin diskutiert, geplant und geprüft.

Die Autofahrer sollen nicht weiter belastet werden, ist zu hören und nicht nur die Autofahrer denken mit Schrecken an den bevorstehenden Winter, der neue Schlaglöcher und mehr Kosten produzieren wird.

Es bleibt spannend……und übrigens:
Das Wort "Vignette" stamm ursprünglich aus dem Französischen (vigne), heißt übersetzt "Weinrebe" und steht für "Abzeichen" oder "Verzierung". "Maut" ist gleichzusetzen mit "Zoll" oder "Abgabe".