Eine Fahrt im Auto hat mittlerweile mehr mit mit Info- und Entertainment zu tun, als man sich vor Jahren auch nur annähernd vorstellen konnte. Man kann sich SMSen vorlesen lassen, bekommt die Fahrstrecke angesagt, stellt das Radio um, telefoniert, geht ins Internet und, und, und……..Dieser technische Fortschritt wird nicht nur immer mehr zum Standard, sondern ist vom Autofahrer gewünscht und gefordert.

Der ADAC hat Sprachsteuerungssysteme getestet, diese wurden in sieben Fahrzeugen der Mittelklasse unter die Lupe genommen und erhielten im Durchschnitt Noten zwischen gut und befriedigend. Getestet wurden die Systeme nicht nur in hochdeutsch, sondern auch bayerisch, sächsisch und schwäbisch. Etliche Funktionen können durch Sprache bedient werden und man muss nicht mehr die Hand vom Steuer nehmen, um irgendwelche Schalter und Tasten zu drücken. Am Besten im Test schnitt das Sprachsystem des Audi A 4 Avant ab, das Schlusslicht bildete das allerdings schon seit vier Jahren verbaute System des VW Passat, wo man viele Befehle innerhalb des Telefon- und Navibereiches mehrfach bestätigen muss. Verbesserungsbedarf sah der ADAC durchaus in der Verarbeitung von Dialekten und bei der Benutzerfreundlichkeit.

Die Internetnutzung im Auto nimmt eine neue Studie der Unternehmensberatung McKinsey unter die Lupe. Detlef Mohr, Leiter der Europäischen Automobilberatung des  Unternehmens meint zu den Automobilherstellern, dass das Thema Internet & Co. immer mehr zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor im Auto werden wird und empfiehlt ihnen: „Sie dürfen die Hoheit über die digitale Revolution nicht den Internetunternehmen überlassen!“
Der Umsatz an Connectivity-Komponenten wird sich gemäß der Studie bis zum Jahr 2020 mindestens verfünffachen, allerdings werden die Autokäufer im Gegenzug insgesamt wohl nicht wesentlich mehr für ihren neuen fahrbaren Untersatz ausgeben wollen als sie es heute tun.
Übrigens: Bei einer Befragung von 2.000 Neuwageninteressenten waren nur noch 13 Prozent bereit, ein Auto ohne Internetzugang zu kaufen.