Jedes Jahr sterben rund 3.000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Passivrauchens. Das teilt die Deutsche Krebshilfe mit und fordert deshalb ein Rauchverbot in Autos, zumindest dann, wenn ein (Klein)kind mitfährt. Denn Kinder können sich  im Gegensatz zu Erwachsenen nicht gegen den Qualm wehren, nicht eigenverantwortlich entscheiden und können selbstverständlich auch nicht die vom Rauchen ausgehende Gefährdung einschätzen. Sind Kinder in der Kindheit starkem Rauch ausgesetzt, können sie (auch wenn sie selbst nie zur Zigarette greifen) im Erwachsenenalter an durch Qualm verursachten Krankheiten leiden.

In Australien steht zum Beispiel das Rauchen im PKW wenn Kinder dabei sind, eine Straftat dar und wird dementsprechend geahndet, während in Griechenland das Rauchen im Auto verboten ist, wenn Kinder unter zwölf Jahren mitfahren.
In dem am Donnerstag vorgestellten Entwurf des Anti-Tabak-Gesetzes in Frankreich soll das Rauchen auf Spielplätzen und in Autos, in denen Kinder mitfahren, verboten werden. Die Nutzung von E-Zigaretten an Schulen und in öffentlichen Verkehrsmitteln soll ebenfalls untersagt werden. Weiterhin ist geplant, dass Zigaretten nur noch in neutralen Schachteln verkauft werden sollen. Dies alles regt nun auch zu Diskussionen in Deutschland an.

Die Handhabung des derzeit in Deutschland bestehenden Nichtraucherschutzgesetzes ist nicht einheitlich festgelegt, sondern wird kommunal geregelt. In einigen Bundesländern ist zum Beispiel das Rauchen auf einem Spielplatz nicht gestattet, während das woanders kein Thema ist. Die Deutsche Krebshilfe fordert einen umfassenderen Nichtraucherschutz.