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Stuttgart (ACE) 08. Juli 2011 – Wer heute Super-Benzin tankt, muss dafür nach wie vor in Norwegen (1,90 Euro/Liter), in der Türkei (1,78 Euro/Liter) und in den
Niederlanden (1,68 Euro/Liter) am tiefsten in die Tasche greifen. In Norwegen verteuerte sich der Preis für den Super-Kraftstoff um vier Cent.
Auch in Dänemark (1,67 Euro/Liter) und Griechenland (1,66 Euro/Liter) fällt die Tankrechnung im europäischen Vergleich relativ hoch aus, berichtete der ACE Auto Club Europa nach Auswertung einer eigenen Erhebung am Freitag in Stuttgart.
Demnach kostet ein Liter Eurosuper im europäischen Schnitt zurzeit rund 1,41 Euro. Gegenwärtig 13 Cent darüber liegt Deutschland mit 1,54 Euro/Liter.
Bei einer 55-Liter-Tankfüllung sparen Autofahrer selbst in Deutschland im Vergleich zu Norwegen im Schnitt knapp 20 Euro (19,80 Euro), hat der ACE ausgerechnet.
Das Land mit dem günstigsten Super ist weiterhin Belarus (0,74 Euro/Liter). Hier zahlt man 1,16 Euro weniger als im hochpreisigen Königreich Norwegen.

Deutschland liegt im Vergleich zu seinen nächsten Nachbarn etwas über dem preislichen Mittelfeld. Doch in Frankreich beispielsweise kostet der Liter Superbenzin bis zu 7 Cent pro Liter mehr als hierzulande. In Belgien wiederum verlangen die Tankstellen rund 5 Cent weniger.

Die erhoffte starke Preissenkung blieb europaweit aus
Im seinem Vergleich „Spritpreise in Europa“ stellte der ACE außerdem fest, dass nur minimale Preissenkungen stattgefunden haben. Von den 37 Ländern haben nur sechs Länder den günstigen Ölpreis an Endkunden weitergegeben. 28 Länder haben im Vergleich zur Vorwoche keine Änderung vorgenommen. Drei davon sind sogar teurer geworden.
Nachdem in einer konzertierten Aktion staatliche Reserven an den Markt gebracht wurden und die Ölpreise im internationalen Handel daraufhin unter Druck geraten sind, wurde erwartet, dass die Preise für Kraftstoffe nachgeben. „Solche Preisvorteile müssen dann unverzüglich an die Tankkunden weitergereicht werden“, sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner.

Für seine neue Auswertung hatte der ACE unter anderem die Superpreise aus 37 europäischen Ländern einschließlich der Türkei erfasst. Die Preise sind Schwankungen unterworfen.
Der ACE weist außerdem darauf hin, dass die Höhe der Kraftstoffpreise alleine noch nichts über die Kosten der Mobilität in dem jeweiligen Land aussagen.
In Österreich (1,44 Euro/Liter) beispielsweise sind laut ACE die Kraftstoffpreise aus deutscher Sicht eher günstig. Dafür wird aber den Nutzern österreichischer Autobahnen eine Straßennutzungsgebühr (Maut) abverlangt, die es in Deutschland für Pkw-Fahrer bislang noch nicht gibt.

Tipp: Beim Gepäck „abrüsten“
Der Club rät Autourlaubern, sich vor einem Grenzübertritt Gewissheit zu verschaffen, in welchem Land es preisgünstiger ist nachzutanken. Unter diesem Gesichtspunkt sollte laut ACE auch nicht unbedingt der Autourlaub mit einem vollen Tank angetreten werden. Beim Urlaubsgepäck rät der ACE zur „Abrüstung“. Nach Angaben des Clubs kann eine Zuladung von 100 Kilogramm Gewicht bei einem 1,5 Tonnen schweren Mittelklassewagen zu einem Mehrverbrauch von rund 6,7 Prozent führen. Auf eine Tankfüllung bezogen mache dies etwa 3,5 Liter Kraftstoff aus, merkte der ACE an.

Quelle: 

Von Schumi

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