Für Autofahrer unter 21 Jahren und/oder Fahranfänger gilt die Null-Promille Grenze, mit bis zu 0,5 Promille dürfen alle anderen Kraftfahrzeugführer am Straßenverkehr teilnehmen. Das Fahren unter Alkoholeinfluss ist ab einer bestimmten Promillegrenze bzw. nach dem Grad der Fahruntüchtigkeit eine Straftat.

Noch vor der Sommerpause des Bundestages wollen die Grünen einen Antrag auf Einführung der Null-Promille-Grenze für alle Fahrzeugführer einbringen. Das sagte der Verkehrsexperte der Grünen – Stephan Kühn – gegenüber der "Saarbrücker Zeitung. Für die Null-Promille-Grenze würde eine klare gesellschaftliche Akzeptenz bestehen, hieß es weiter.

Auch die Verkehrsexpertinnen der Linken und der SPD begrüßen dieses Vorhaben.

Wie ist es bei unseren europäischen Nachbarn?
In Ungarn und Tschechien darf man nur mit 0 Promille hinter das Lenkrad, in vielen anderen Ländern, wie zum Beispiel in Italien, Frankreich, Österreich und der Schweiz gilt wie bei uns die 0,5 Promille-Grenze. In Schweden dürfen es maximal 0,2 Prozent sein und in Großbritannien 0,8 Prozent.
Deutliche Unterschiede gibt es in den Bußgeldern bzw. Geldstrafen.
In Großbritannien können bis zu 5,715,– Euro fällig werden, in Dänemark ist man mit einer Geldstrafe ab 1 Monatsverdienst dabei und in Ungarn kann das Glas Wein zum Essen mit bis zu 980,– Euro zu Buche schlagen.

Übrigens: Bei Fahrradfahrern wird eine absolute Fahruntüchtigkeit ab einem Wert von 1,6 Promille angenommen. Wenn ein Radfahrer allerdings durch Fahrfehler auffällt oder sogar in einen Unfall verwickelt wird, gelten andere Grenzen.

Wer auf der sicheren Seite sein will, setzt sich aber sowieso ohne Alkohol ans Steuer bzw. auf den Fahrradsattel, oder?