Di. Nov 30th, 2021

 

Am Sonntagmorgen starben auf der A 6 fünf Menschen. Ein junger Mann war als Geisterfahrer – nach dem derzeitigen Stand mit der Absicht, sich das Leben zu nehmen – auf die Autobahn gefahren und raste in ein entgegen kommendes Auto. Er und die vier Insassen des anderen Wagens starben. Es ist schon beängstigend, wenn man liest, dass allein in den ersten drei Wochen des Monats Oktober 12 Menschen durch Falschfahrer ums Leben kamen. Auch wenn es sich bei dieser erschreckend hohen Zahl sicher um eine zufällige Häufung handelt.

Auf jeden Fall wird jetzt diskutiert, wie man solche Geisterfahrten verhindern kann.

Die Automobilclubs und die Polizeigwerkschaft NRW sind der Auffassung, dass es noch viele Möglichkeiten gibt, präventiv zu handeln. Wenn es aber auch absolut kein Mittel gibt, zu verhindern, dass jemand in selbstmörderischer Absicht falsch auf die Autobahn auffährt.

Wie kommt es überhaupt zu solchen Falschfahrten? Fehlende Orientierung – besonders in der Dunkelheit -, Alkohol und Drogen, Wenden auf der Autobahn und Suizidabsichten, das sind die meisten Gründe dafür. 

Eine bessere, deutlichere und auffälligere Ausschilderung wird zum Beispiel derzeit in Bayern getestet. Auf großen signalfarbenen Tafeln ist eine schwarze Hand abgebildet mit dem Wort "Falsch" oder "Stop". Die Auswirkungen des seit 2010 laufenden Projektes werden Ende des Jahres erwartet.  Neben etlichen optischen Warnmöglichkeiten wird die Möglichkeit der Installation der so genannten Krallen an den Zufahrten zur Autobahn diskutiert, wie es schon in Österreich praktiziert wird. Diese Krallen beschädigen beim Auffahren in die verkehrte Richtung die Reifen und Verhindern ein Weiterfahren. Allerdings funktioniert das oftmals bei Kälte nicht und das Auffahren von Rettungskräften wird so auch unmöglich.

Ganz abgesehen davon reden wir von über 10.000 Möglichkeiten, falsch auf die Autobahn aufzufahren: Zu-und Abfahrten, Rastplätze, Raststätten usw. 

Was bleibt dem Autofahrer? Letztendlich nur, wachsam zu sein, ausgeruht und aufmerksam hinter dem Steuer zu sitzen und den Verkehrsfunk eingeschaltet zu lassen. Und sich nicht allzu sehr verunsichern zu lassen, denn Unfälle durch Geisterfahrer sind nur ein kleiner Teil der Unfälle insgesamt.

Von Schumi

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