Di. Nov 30th, 2021

Die Ausfahrt in zugeparkt, auf den Radfahrweg steht ein Auto oder man kann mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen nicht den vorgesehen Weg nehmen, weil ein PKW im Weg steht. "Nur mal eben" das Auto "ganz schnell" irgendwohin zu stellen ist nicht nur oft unüberlegt, sondern zum größten Teil laut Straßenverkehrsordnung nicht einmal gestattet. Was tut man? Sich wortlos ärgern, sich lautstark aufregen oder versuchen, an die Einsicht des Autofahrers appellieren?             

Eine weitere (zum Teil umstrittene) Möglichkeit bietet die kostenlose Android-App "Wegeheld". Steht jemandem ein falsch geparktes Fahrzeug im Weg, kann er es mit Hilfe dieser App öffentlich machen oder/und sogar dem Ordnungsamt melden. Das KFZ-Kennzeichen muss aber mittels einer zur Verfügung gestellten Funktion geschwärzt werden.

Per GPS wird mit dieser App der Standort ermittelt und auf einer öffentlichen interaktiven Karte eingetragen. Derjenige, der das Geschehen meldet, kann einen Kommentar dazu hinterlassen, ein Foto machen und ggf. dem Ordnungsamt eine Nachricht dazu schicken.

Schon seit langem wird diskutiert. Ist das jetzt ein "Verpetzen" und dem Miteinander im öffentlichen Verkehr nicht zuträglich oder werden notorische Falschparker dazu bekehrt, ihren fahrbaren Untersatz künftig ordentlich zu parken?
Die Initiatoren der App wollen sich für mehr Fairnes im Straßenverkehr einsetzen. Es ist aber auf der anderen Seite auch die Rede von selbst ernannten Straßen-Sheriffs, die mit dieser Anwendung tätig werden und das schon oft recht angespannte Verhältnis auf den Straßen noch mehr anheizen.

Übrigens: Die Mail an die Behörden stellt keine Anzeige dar. 

Von Schumi

Ein Gedanke zu „Falschparker per App melden“
  1. Ich stolpere seit einigen Tagen andauernd über Berichte und Kommentare zu fahrerbewertung.de und Wegeheld mit ihren dazugehörigen Apps und muss sagen, dass ich beide Projekte trotz der ausgelösten Kontroversen für durchaus sinnvoll halte. Es handelt sich eben nicht bloß um simple Petzerei, sondern um eine wie ich finde vollkommen legitime neue Möglichkeit der Ermahnung, von der man Gebrauch machen kann, wenn eine dicke Anzeige noch nicht in Frage kommt. Klar, dass sich da viele Autofahrer brüskiert fühlen. Aber jeder Mensch muss eben auch kritikfähig sein und das Einsehen haben, dass man im Straßenverkehr auch mal Fehler begeht oder sich nicht immer optimal verhält.

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