Beim Chiptuning geht es vor allem um

  • Mehr Drehmoment
  • Mehr Leistung
  • Mehr Speed
  • Weniger Spritverbrauch

Wie funktioniert das Chiptuning?

Es gibt drei verschiedene Arten des Chiptunings.

  1. Der Chip, der im Steuergerät sitzt, wird entweder ausgelötet, neu programmiert und wieder eingebaut oder durch einen schon neu programmierten neuen Chip ersetzt
  2. Ein Kabelstrang wird zwischen Steuergerät und Motor installiert
  3. Tuning über die OBD Schnittstelle des Fahrzeuges

Für die Änderungen am Steuergerät, muss über den Hersteller eine Neuprogrammierung des Zündschlüssels vorgenommen werden. Dazu erhält die Fachwerkstatt, die das Tuning vornimmt eine 24 Stunden gültige Codenummer zur Neuprogrammierung über das entsprechende Diagnosegerät.

Grundsätzlich ist das Tunen eine Neuberechnung der Werte, für den Ladedruck des Turboladers. Dadurch wird mehr Sauerstoff in die Brennräume gebracht. Nachfolgende Prozesse, wie Luftmassenmessungen erhöhen die Kraftstoffmengen. Automatismen, die serienmäßig eine Beschränkung aufweisen, werden durch das Tuning neu programmiert.

Was die meisten Werkstätten verschweigen, ist die Tatsache, dass durch den Eingriff in das Steuergerät die Werksgarantie erlischt. Wer lediglich einen Kabelstrang zwischen Steuergerät und Motor steckt, bei dem die serienmäßig errechneten Werte nachträglich so manipuliert werden, dass nachfolgende Prozesse eine Optimierung der Drehzal und Drehmoments erwirken, kann diesen innerhalb von 10 Minuten wieder ausbauen und niemand kann das Tuning nachvollziehen.

Wer seine Modifizierung nicht eintragen lässt, verstößt automatisch gegen die StVZO.

Was bringt das Tuning an Mehr-Leistung?

  • Es erhöht die maximale Leistung (PS)
  • Es erhöht den maximalen Drehmoment
  • Es erhöht die maximale Höchstgeschwindigkeit
  • Es fördert die Beschleunigung von 0-100 km/h
  • Es reduziert den Kraftstoff-Verbrauch (aber nur im Kommabreich)

Voraussetzungen für das Chiptuning?

Das Fahrzeug sollte immer:

  • über eine moderne Einspritzpumpe verfügen
  • einen Turbolader besitzen
  • ein elektronisches Steuergerät haben

Technische Probleme beim Chiptuning?

Der Turboladers und dadurch auch nachfolgende, prozessbedingte Motorkomponenten  werden überbelastet und erleiden daher früher das technische K.O.

Rechtliche Probleme beim Chiptuning?

  • Geringe Probleme sind beim ordnungsgemäßen Eingriff durch eine Fachwerkstatt zu erwarten, da hier eine TÜV-Genehmigung eingeholt wird. Die Fachwerkstatt sollte dem Verband deutscher Automobiltuner (VDAT e.V.) angehören.
  • Zum Chip-Baustein gehört ein Teilegutachten, das ständig mitzuführen und auf Verlangen der Polizei auszuhändigen ist.
  • Der KFZ-Zulassungsstelle muss die Veränderung der Motorleistung gemeldet werden, ansonsten kann die Behörde das Fahrzeug stilllegen lassen.
  • Wer ohne Fachwerkstatt das Chiptuning betreibt, riskiert das Erlöschen der Betriebserlaubnis, nach §19 der StVZO, da das Tuning im Regelfall verschlechterungen der Abgas- und Geräuschentwiclung verursacht.
  • Ein Erlöschen der Betriebserlaubnis zieht ein teures Vollgutachten nach sich. Wer ohne Betriebserlaubnis fährt, muss mit einem Bußgeld von 50 Euro, 3 Punkten und mit Fahrverbot rechnen.
  • Im Falle eines Unfalls, kann die Autoversicherung die Leistung verweigern, wenn man nicht nachweisen kann, dass die Unfallursache nichts mit dem Chiptuning zu tun hat.
  • Die Gewährleitung des Händlers und die Herstellergarantie kann erlöschen.