Entwickelt sich Berlin auch zur Hauptstadt der Autodiebe?

Nach einer Statistik der Berliner Polizei sind im ersten Halbjahr 2009 die Autodiebstähle um 40 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, so dass 3.154 Fälle registriert wurden. Schwerpunkte sind die südlichen und östlichen Stadtrandgebiete und bevorzugt werden Autos, die sechs bis 10 Jahre alt sind, gestohlen. Grund dafür ist, dass bei diesen die Diebstahlsicherungen leichter auszuschalten sind, als bei den heutigen Standards.

Durch das sehr professionelle und schnelle Vorgehen der Diebe ist es schwer, sie auf frischer Tat zu ertappen. Die meisten gestohlenen Fahrzeuge sollen in Osteuropa landen. Schwierig, wenn nicht unmöglich wird das Wiederauffinden der Autos. Sie bekommen blitzschnell neue Fahrgestellnummern, Nummernschilder und Papiere und werden umgespritzt. Hinzu kommt, dass es für die Versicherungen meist nicht lohnend ist, den gestohlenen Autos hinterher zu jagen, weil der Zeitwert in keinem Verhältnis zu den entstehenden Kosten steht.

Wer von einem Diebstahl betroffen worden ist, muss den Verlust innerhalb einer Woche seiner Versicherung schriftlich melden, nachdem natürlich die Anzeige bei der Polizei erfolgt ist. Wurde das Fahrzeug geleast oder finanziert, muss auch hier umgehend eine Benachrichtigung erfolgen.

Immens wichtig ist es, darauf zu achten, dass die Fenster bei einem geparkten Fahrzeug völlig geschlossen sind, die Türen verriegelt und sich die Papiere nicht innerhalb des Wagens befinden. Wer ein Cabrio sein eigen nennt, muss seine Versicherungsbedingungen dementsprechend anpassen.