Wer in Salzburg Urlaub macht, kann an der Tankstelle der Alditochter Hofer tanken. In Österreich will Aldi mit einem Partner bis zu 100 Tankstationen aufbauen. Die Preise lagen bei der Einführung vor vier Wochen immerhin 40 cent unter denen der Konkurrenten, einige Cent sind es aber fast immer, so dass der Andrang sehr groß ist.

Mittlerweile liegen die Preise zwar unter denen von BP, aber über den Preisen von Jet. Allerdings gibt es den postiven Nebeneffekt, dass sich die Benzinpreise in Österreich nach unten orientiert haben und der Literpreis selten über 1,– Euro liegen soll, was wohl jeden Autofahrer hier in Deutschland begeistern würde.

Denkbar ist das Ganze auch in Deutschland, da sich diese Tankstationen weitgehend ohne Personal betreiben lassen und demzufolge eine andere Preiskalkulation haben können. Keine integrierten Läden, kein Service. Es wird nur das Tanken angeboten, das sich dann optimal mit einem Einkauf verbinden lässt. So wird eine weitere Kundenbindung geschaffen. Einige wenige Anbieter in dieser Richtung gibt es in Deutschland. In Frankreich ist dieses Modell in Kombination mit Supermärkten, Baumärkten und Einrichtungshäusern wesentlich häufiger anzutreffen.

Für den Anbieter lohnt sich das Ganze aber auch steuerlich, weil die im Vorfeld vereinnahmte Mineralölsteuer erst bis zu 55 Tage später an den Fiskus abzuführen ist.