Heute wird gemeldet, dass der Automobilzulieferer Capricorn den Zuschlag für den Kauf des Nürburgrings bekommen hat. 120 Millionen werden gezahlt, bis zu 25 Millionen investiert. „Rückbau“ heißt eine der  Lösungen dieses privaten Investors. Die Achterbahn Ringracer und das Erlebnisdorf „Grüne Hölle“ sollen geschlossen werden und stattdessen ein Automobil- Technologieschwerpunkt entstehen.

1927 wurde der legendäre Nürburgring nach nur 2 Jahren Bauzeit als Rennstrecke eingeweiht. Die Strecke galt als extrem schwierig, mehrere Rennfahrer verunglückten hier tödlich.

Sicherheitsmängel führten dazu, dass die Formel 1 vorerst letztmalig am 1. August 1976 an diesem Veranstaltungsort ausgetragen wurde, Niki Lauda verunglückte schwer.
Im Laufe der Jahre wurde die Streckenführung geändert, aus- und umgebaut. Von 1981 bis 1984 wird eine kürzere und sicherere Rennstrecke gebaut, am 7. Oktober 1985 fand erstmalig  ein Formel 1 Rennen auf dieser Strecke statt.
Seit 1985 können begeisterte Zuschauer das Musikfestival „Rock am Ring“ erleben.

Auf dem Nürburgring finden neben Autorennen auch verschiedene Truck, Oldtimer-, DTM- und Motorrad-Rennen statt. 

Der „neue Nürburgring“ wurde 2009 eröffnet, zu den Attraktionen, die Besucher anlocken sollen, zählen unter anderem eine Erlebnismeile mit den Präsentationen verschiedener Autohersteller, ein Themenpark, ein Hotel und ein Motorsport-Feriendorf.

Am 2.11.2012 wurde das Insolvenzverfahren wegen mangelnder Liquidität eröffnet, nachdem die Zinsen für einen 330 millionenschweren Kredit nicht gezahlt werden konnten und eine bei der EU beantragte Rettungshilfe nicht bzw. nicht rechtzeitig genehmigt worden war.
Mitte Mai wurde das Gesamtpaket bestehend aus Rennstrecke, Freizeitpark und Hotel zum Verkauf angeboten. Die Bewertung des Insolvenzverwalters lag bei 120 Millionen Euro.