Ein 84jähriger Rentner aus Unterfranken wollte am Montagnachmittag eigentlich nur sein Auto mal eben zum TÜV fahren.

Dieser Weg gestaltete sich anscheinend viel schwieriger und wesentlich länger, als sich wohl kaum jemand vorstellen kann. Als der Autofahrer sein Ziel nicht wohl auf Anhieb finden konnte, ging er vermutlich auf die Suche und durchquerte dabei drei Bundesländer. Nach 20 Stunden Irrfahrt stoppte ihn dann die Polizei am Dienstag aufgrund verschiedener Fahrfehler. Schon am Dienstagmorgen war ein Polizeieinsatz in Mittelhessen ausgelöst worden, jedoch konnte dabei das Fahrzeug nicht mehr angetroffen werden.  

Seine Route hatte ihn  durch Bayern, Hessen und Niedersachsen geführt,bevor  er schlußendlich in Kassel von einer Funkstreife angehalten wurde. Der Mann wurde vorerst in einer Klinik untergebracht, da er völlig orientierungslos war und unfähig, seine Lage zu realisieren..Laut Pressemitteilung der Polizei Nordhessen bestehen aufgrund der zahlreichen Fahrfehler erhebliche Zweifel daran, dass der Senior weiterhin geeignet ist, am Straßenverkehr teilzunehmen.

Wahrscheinlich wird nach diesem Vorfall wieder diskutiert werden, wie lange und unter welchen Voraussetzungen man sich hinter das Steuer setzen sollte. Muss das Fahrvermögen in regelmäßigen Abständen überprüft werden? Oder sind Senioren aufgrund ihrer langen Fahrerfahrung vielleicht sogar die besseren Autofahrer und solch ein Fall ist die Ausnahme?