Mautpflicht für  2.000 km Bundesstraßen geplant


Zuerst kommt die gute Nachricht: Die Mautgebühren für Lastkraftwagen auf den über 12.000 Kilometern Autobahn in Deutschland werden sich im kommenden Jahr nicht erhöhen.

Aber, wo eine gute Nachricht ist, gibt es auch zwangsläufig immer auch eine schlechte.
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer kündigt auf dem 27. Deutschen Logistik Kongress an, dass auf rund 2.000 Kilometern Bundesstraßen eine Maut erhoben werden wird.

Betroffen werden vierspurige Bundesstraßen sein. Bundesstraßen, die durch Städte führen und nicht auf mindestens 5 Kilometer vierspurig sind, sind von der Neuregelung ausgenommen.
Die Mehreinnahmen aus der Maut sollen aber unmittelbar in den Ausbau des Straßennetzes fließen.

Nach derzeitigen Hochrechnungen wird der Güterverkehr auf den Straßen in den kommenden 15 Jahren um bis zu 70 Prozent zunehmen.

Außerdem wies Ramsauer darauf hin, dass künftig „die rein haushaltsmäßige Finanzierung von Infrastrukturprojekten künftig nicht mehr ausreichen wird" und Öffentlich-Private-Projekte (ÖPP) künftig mehr an Bedeutung zur Finanzierung gewinnen werden.

Die Mautpflicht gilt seit 1.Januar 2005 auf Autobahnen für Lastkraftwagen (Lkw) und Fahrzeugkombinationen (Lkw mit Hänger, Sattelzüge etc.) mit einem zulässigen Gesamtgewicht ab zwölf Tonnen, wobei es aber Ausnahmeregelungen, z.B. für Polizei und Feuerwehr gibt.