Mo. Okt 25th, 2021

Bei ca. 20 Millionen Pendlern, sollen die Finanzämter in den nächsten Monaten, bis März 2009, 3 Milliarden Euro zurück zahlen.

Das erklärten Peer Steinbrück und Roland Koch am 09.12.2008. Angela Merkel erwartet, dass diese Rückzahlung auch einen Schub für den Konsum bedeuten kann. Angesichts des anstehenden Weihnachtsgeschäftes, kommt das den Menschen auch gerade recht.

Laut Verfassungsgericht verletzt die seit Anfang 2007 geltende Regelung den Grundsatz der Gleichbehandlung. Danach konnten Fahrten zum Arbeitsplatz erst ab dem 21. Kilometer steuerlich abgesetzt werden. Bis 2006 schon ab dem 1 Kilometer.

  • Wer ist von dem Urteil betroffen?
    • Alle Steuerzahler, die auf dem Weg zur Arbeit mehrere Kilometer an Strecke zurücklegen. Dabei ist es egal, welches Verkehrsmittel oder ob zu Fuß gegangen wird. Für jeden Kilometer, des einfachen Arbeitsweges, können die Steuerzahler wieder 30 Cent in der Steuererklärung geltend machen.
       
  • Hat das Urteil auch Auswirkung auf meine Steuererklärung für 2007?
    • JA! Wer die Pendlerpauschale in der Hoffnung auf das Verfassungsgerichtsurtsteil für 2007 weiter eingetragen hat, bekommt automatisch Geld zurück. Das Finanzamt hatte die Steuerbescheide nur vorläufig erlassen. Die Summe. die das Finanzamt auf Grund der verfassungswidrigen Regelung einbehalten hat, wird bis Ende Mai 2008 ausgezahlt.
       
  • Was ist, wenn ich für 2007 gar keine Pauschale eingetragen habe?
    • Wer seine Pauschale 2007 nicht eingetragen hatte, kann sein Geld trotzdem wiederbekommen. Es genügt ein formloses Schreiben ans Finanzamt, in dem der Arbeitsweg nachgemeldet wird. Auch für die, die ab dem 21. Kilometer eingetragen haben. Hier können die ersten 20 Kilometer nachträglich geltend gemacht werden.
       
  • Gibt es eine Frist für die Nachmeldung?
    • Die Frist auf Ansprüche aus Steuerrückzahlungen beträgt 4 Jahre. Der Bund der deutschen Steuerzahler empfiehlt jedoch, so schnell wie möglich zu reagieren.

Von Schumi

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