Meistens merkt man erst, dass ein Marder tätig war, wenn es Ausfälle gibt oder das Auto bei Startversuchen stumm bleibt. Ein Blick unter die Motorhaube zeigt gerade im Frühjahr öfter angeknabberte Kabel. Im günstigsten Fall ist es damit getan, dass ein paar Kabel erneuert werden müssen, im schlimmsten Fall kann der Schaden richtig teuer werden.

Über die Teilkasko sind in der Regel nur  die direkten Schäden an Kabeln etc. gedeckt, nicht aber die Folgeschäden. Die Kosten der Beseitigung der eigentlichen Schadensursache bleiben meist relativ gering, so dass es nach Abzug der Selbstbeteiligung von mindestens 150,– Euro oft lediglich zu einer geringen Übernahme durch der Versicherung kommt. Die Folgeschäden können aber bis hin zum Motorschaden gehen und hier sollte man sich informieren, ob und was versichert werden kann.

Wie kann man überhaupt einen solchen Schaden verhindern? Die einen schwören darauf, Hunde- oder Katzenhaare im Motorraum zu deponieren, die nächsten legen Gitter unters Auto oder ergreifen andere Abwehrmaßnahmen.

Im Prinzip soll all dies wirkungslos sein, denn das beseitigt nicht die Ursache des Übels:

Ist ein Marder unterwegs und erkundet ein Auto, setzt er Duftmarken und kennzeichnet so sein Revier. Dieses markierte Revier – das Auto – wechselt aber öfter den Standort und gelangt so in die Reviere von anderen Mardern. Gerade zur Paarungszeit lässt sich das der Revierinhaber nicht gefallen und beißt zu, in alles was nach dem Nebenbuhler riecht und dabei erwischt er Kabel, Gummis und Dichtungen. Die gute Nachricht ist, dass der Duft des ersten Marders nicht allzu lange anhält. Entdeckt man Marderspuren kann eine Motorwäsche hilfreich sein – bevor der nächste Marder zubeißt.