Hier einige Infos zu Autoreifen:

Grundsätzlich wird zwischen Sommerreifen, Winterreifen und Ganzjahresreifen unterschieden.

  • Sommerreifen

    • Diese Reifen eignen sich besonders bei Temperaturen ab 7 Grad Celsius. Die besondere Gummimischung wird auch bei höheren Temperaturen nicht weich.
  • Winterreifen

    • Eignen sich bei Temperaturen unter 7 Grad Celsius. Hier ist die Gummimischung so konzipiert, dass bei niedrigerer Temperatur der Reifen nicht verhärtet.
    • Winterreifen erkennt man auch am Zeichen M&S was  im Englischen "Mud and Snow" und im Deutschen "Matsch und Schnee" bedeutet. Bei trockenem Untergrund und höheren Temperaturen ist mit einem erhöhten Abrieb zu rechnen.
    • Die 7 Grad Regel ist nicht ganz unumstritten. Bei manchen Sommerreifen bleibt die Beschaffenheit auch in der Nähe des Gefrierpunktes konstant, bei manchen Winterreifen auch weit über 7 Grad.
  • Ganzjahresreifen

    • Der Kompromiss, wenn man in Breitengraden lebt, die keine großen Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter aufweisen. Hier hat man im Sommer mit ein bisschen mehr Abrieb zu rechnen und die Qualität im Winter reicht nicht ganz an die eigentlichen Winterreifen heran.
    • Vorteil ganz klar: Man braucht nicht so oft wechseln
    • Nachteil ganz klar: Die Sicherheit, die die klassischen Sommerreifen bei sehr hohen und die klassischen Winterreifen bei sehr niedrigen Temperaturen auszeichnen ist nicht gegeben.
  • Bauart 

    • Alle heute im Handel verkauften Reifen für PKWs sind Radialreifen (Gürtelreifen). Nur ältere Bauarten haben noch Diagonalreifen.
    • Die unterste Schicht besteht aus einem Kordgeflecht, das quer (radial) zum Reifen (also von Wulst zu Wulst) gelegt wird. Hier rüber wird ein Stahlgeflecht gelegt und obendrauf kommen dann mehrere Lagen gummiertes Stahlgeflecht, daher auch der Name Stahlgürtelreifen.
    • Laut STVZO § 36 ist es nicht zulässig, Radial- und Diagonalreifen gleichzeitig zu verwenden.
  • Reifenbezeichnung 

    • Was hat es auf sich mit der Bezeichnung z.B.: 195/50 R 15 91H TL ??

      • 195 = Reifenbreite in mm
      • 50 = Das Verhältnis Reifenbreite zur Reifenhöhe in % (Bei 50 ist die Reifenhöhe halb so groß wie die Reifenbreite) Je "sportlicher", desto geringer die Zahl (Beispiel: 225/45)
      • R = radial (weiter oben beschrieben)
      • 15 = Der Querschnitt des Reifens in Zoll
      • 91 = Kennzeichen für die Reifentragfähigkeit oder die Belastbarkeit des Reifens. Es müssen mindestens die in den Fahrzeugpapieren aufgeführten Werte verwendet werden, höhere sind zulässig. Auflistung weiter unten.
      • H = Geschwindigkeitsindex, Geschwindigkeitssymbol (GSY), oder auch Speedindex genannt. (Auflistung weiter unten)
      • TL = Tubeless (Schlauch (Tube) -loser Reifen)
  • Reifendruck 

    • Vom richtigen Reifendruck hängt auch der Kraftstoffverbrauch ab.
    • Bei zu niedrigem Druck (Plattfuss) liegt zu viel Laufradfläche auf dem Asphalt. Dadurch erhöhen sich der Rollwiderstand und der Kraftstoffverbrauch. Gleichzeitig wirkt das KFZ schwammig und lässt sich schlechter lenken und der Reifen erwärmt sich übermäßig stark. Die meisten Reifenschäden sind auf Überhitzung zurückzuführen.
    • Bei zu hohem Druck wird vereinzeln beobachtet, dass sich das Profil in der Mitte stärker abnutzt. Im Allgemeinen verschlechtert sich der Fahrkomfort bei unebenen Strecken. Darum immer auf den richtigen Reifendruck achten. 0,5 Bar + oder – sind OK.
  • Tragfähigkeitsindex: