Im Rahmen des Winterreifentests hat der ADAC gemeinsam mit der Stiftung Warentest auch sechs Ganzjahresreifen untersucht. Insgesamt zeigt der Test: Ganzjahresreifen taugen für den Winter, obwohl sie auch hier keine echte Alternative zum Winterreifen sind. Für den Sommer sind Ganzjahresreifen dagegen ungeeignet, wie die ADAC Motorwelt in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet.

Kein Reifen schneidet mit „gut“ ab. Das hat einen Grund: Die „Alleskönner“ konkurrieren auf Schnee und Eis mit Winterreifen und auf trockener und nasser Fahrbahn mit Sommerreifen. Entsprechend hoch sind die Ansprüche. Fünf getestete Reifen bekommen die Gesamtbewertung „ausreichend“. Sie sind damit nur bedingt empfehlenswert. Nur der Goodyear Vector 4Season ist empfehlenswert. Er erreicht ein „befriedigend“. Der Pneu ist zwar sehr gut in den Verschleißwerten, seine Defizite auf Schnee und Eis führen allerdings dazu, dass dieses Produkt nicht besser abschneidet. Mit „ausreichend“ werden folgende Ganzjahresreifen bewertet: Sava adapto, Vredestein Quatrac 3, Kleber Qudraxer, Hankook H730 Optimo 4S sowie Rigdon All Season 120 (runderneuert).

Bei Schnee und Eis liegen die Testkandidaten hinter vergleichbaren Winterreifen. Sie sind aber aufgrund ihrer technischen Konstruktion, die eher einem Winterreifen entsprechen, wintertauglich. Für den Sommer sind die Ganzjahresreifen aber nicht die richtige Wahl. Bei Temperaturen von rund 30 Grad kann nur der Vredestein auf trockener Fahrbahn das Niveau von Sommerreifen erreichen. In dieser Kategorie schnitt er gut ab. Diese Teilnote büßt er jedoch insgesamt wieder ein, weil er auf verschneiter Fahrbahn als schlechtester Reifen abschneidet. Der Konflikt „trocken versus Schnee“ ist bei diesem Produkt also erheblich.

Da Ganzjahresreifen nur einen schwachen Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen darstellen, empfiehlt der Club im Winter auf die Spezialisten umzusteigen und echte Winterreifen aufzuziehen. Nur sie bieten bei winterlichen Straßenverhältnissen den nötigen Grip. Der ausführliche ADAC Winterreifentest ist in der Oktoberausgabe der ADAC Motorwelt und im Internet unter www.adac.de nachzulesen.

Quelle: ADAC.de