Mo. Okt 25th, 2021

 

Erst seit 2013 konnte und durfte sich in Deutschland ein Markt für Fernbusse bilden, denn zuvor war es zum Schutz des regionalen Bahnverkehrs nur in wenigen Ausnahmefällen Busunternehmen gestattet, einen öffentlichen Linienverkehr einzurichten. So war es bis zur Änderung dieses Gesetzes nicht gestattet, dass Buslinien dieselben Strecken bedienen durften, wie die Bahn oder bereits exisierende öffentliche Transportmittel.

Nachdem der Markt weitgehend liberalisiert worden war, gründeten sich nach und nach immer mehr Fernbusunternehmen und sie sind besser frequentiert denn je. Besonders in Großstädten sind die Fernbus-Terminals meistens voll, durch die Straßen rollen zahlreiche Busse und belasten nicht nur den Verkehr. Auch die Fahrbahnen werden mehr in Anspruch genommen, neue Haltpunkte sind notwendig und wohl nicht nur dadurch kam der Gedanke auf, Fernbusse den LKW´s gleichzustellen und damit eine Maut zu verbinden.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages Stephan Articus formulierte gegenüber der "Welt" diesen Gedanken. Durch die höhere Belastung der Infrastruktur durch die Fernbusse entständen Schäden, die Kosten verursachen und diese könnten durch die Zahlung einer Maut finanziert werden. Außerdem sei eine Maut ein Schritt auf dem Weg zur Gleichstellung mit Bahnanbietern, die auch Stations- und Trassenpreise zahlen müssen, argumentiert er.

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) würde dagegen in einer zu zahlenden Maut eine Gefährdung der aufstrebenden Busunternehmen sehen. Denn hierdurch würde eine deutliche Erhöhung der Fahrpreise verursacht werden, was die Nachfrage erheblich verringern könnte.

Übrigens: Die Bahn ist der größte Anbieter in Deutschland für Fernbuslinien.

 

 

Von Schumi

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