Über 4.4 Milliarden Euro zahlt VW an die Porsche Dachgesellschaft PSE für die ihnen noch fehlenden 50,1 Prozent , außerdem werden noch rund 2.5 Millionen Schulden übernommen und es wird eine Stammaktie übertragen. So kann die Porsche Holding (die ihrerseits rund die Hälfte der VW-Stammaktien hält)  die eigenen Verbindlichkeiten reduzieren.

Nachdem das am Mittwochabend bekannt wurde, stiegen die Aktien beider Unternehmen, von deren Zusammenschluss schon seit einigen Jahren die Rede ist. Die VW-Vorzugsaktien stiegen gemäß DAX im frühen Handel um knapp sechs Prozent auf 135,55 Euro, Porsche-Anteilsscheine um 2,6 Prozent auf 43,06 Euro. Durch die Fusion sollen langfristig Kosten gespart werden, Porsche ist damit die zwölfte Marke des VW-Konzerns.

Steuerlich wird die Aktion als Umstrukturierung und nicht als Kauf gewertet, so dass dieses Modell weitgehend steuerfrei abgewickelt werden dürfte. (Deshalb auch die „Zahlung“ der einen Stammaktie). So kann Porsche nicht nur seine Schulden abbauen, sondern auch Investitionen tätigen. Nach einer bereits vorliegenden Hochrechnung von Finanzexperten wären bei einem anderen Modell der Verschmelzung bis zu 1,5 Milliarden an diversen Steuern angefallen. Jetzt hat VW wohl den Finanzbehörden einen dreistelligen Millionenbetrag Euro in Aussicht gestellt, wird gemeldet.

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