Elektroautos sind noch immer eine Seltenheit auf deutschen Straßen. Das Thema alternative Antriebe, das seinen größten Boom eigentlich schon fast wieder hinter sich hat, ist an den deutschen Autobauern und auch Verbrauchern ein wenig vorbei gegangen. Anders in den USA oder in Asien. Hier überbieten sich die Autohersteller mit immer neuen Modellen. So zum Beispiel auch der japanische Hersteller Honda, der so manchen Neuwagen mit Hybridtechnik in den letzten Jahren auf den Markt gebracht hat, wie unter anderem den Insight Hybrid.
 
Ein Grund, warum sich der Trend Elektroauto noch nicht allzu weit verbreitet hat, sind auch die hohen Anschaffungskosten. Diese sind zum größten Teil den teuren Batterien zu verdanken, mit denen die heutigen Elektromobile ausgestattet werden müssen. Hierbei handelt es sich um so genannte Lithium-Ionen Batterien. Sie verfügen im Durchschnitt über eine Leistung von 120 Wattstunden pro Kilo und sind jedoch nur äußerst teuer zu produzieren, was wiederum den Verbraucher an sich teuer zu stehen kommt.
 
Doch auch in der Forschung und Entwicklung neuer Batterien sind uns die USA weit voraus. Ein kalifornisches Unternehmen behauptet nun, die Rekordbatterie entwickelt zu haben. Es handelt sich ebenfalls um eine Lithium-Ionen Batterie, doch die Leistung dieser übertrifft alles, was man bisher gekannt hat und soll bis zu 400 Wattstunden pro Kilo betragen. Das Unternehmen Envia Systems glaubt, mit der Entwicklung einer solchen Batterie den absoluten Durchbruch im Geschäft geschafft zu haben. Recht könnten sie damit haben, denn mit der Steigerung der Energiedichte der Batterien könnten die Herstellungskosten gehörig gesenkt werden. Es könnten somit Elektroautos mit einer Reichweite von etwa 500 Kilometern zu einem Massenprodukt gemacht werden.
 
Aber den einen oder anderen Haken gibt es an der Geschichte natürlich trotzdem, denn nur weil ein Projekt innerhalb des Labors erfolgreich ist, heißt das noch lange nicht, dass dies auch in der Realität der Fall ist. Experten befürchten nämlich, dass die hohe Energiedichte der Batterie auch leichter zu einer Überhitzung und Entzündung dieser führen könnte. Wie die Batterie bei Unfällen beispielsweise gehandhabt werden soll, ist ebenfalls noch eine offene Frage. Bis die Batterie also tatsächlich in Elektroautos eingebaut werden kann, wird es noch eine Weile dauern.