Viele Verbraucher in Deutschland fordern, dass nach dem Vorbild von Frankreich die Benzinpreise gesenkt werden. Denn – die Preise für eine Tankfüllung bewegen sich auf Rekordniveau.

Aber – was genau ist in unserem Nachbarland passiert? Regierung und Energiewirtschaft haben sich darauf geeinigt, dass die Preise an den Tankstellen bis zu 0,06 Euro/Liter gesenkt werden. "Bis zu", das bedeutet nicht, dass die Preise automatisch um 6 Cent gesenkt werden. Und: Dieses Projekt ist auf drei Monate befristet.

Mancherorts wurden jetzt in Frankreich 2 Cent Preissenkung  verzeichnet, ab und an ein wenig mehr und es ist natürlich soll es auch der Fall sein, dass sich im Benzinpreis gar nichts tut. Zwei Cent pro Liter, das bedeutet bei einer Tankfüllung von 50 Litern exakt 2,50 Euro. 

Nicht nur der ADAC kritisiert, dass die Preise von Rohöl und die Entwicklung des Dollars den Benzinpreis nicht rechtfertigen und es wird eine Entlastung der Autofahrer gefordert. Ein Baustein hierfür (aber nicht der einzige) wäre eine Erhöhung der Pendlerpauschale. Fakt ist, dass bei vielen die Schmerzgrenze der finanziellen Belastung erreicht ist und sie Einschränkungen hinnehmen müssen. Es wird diskutiert, aber im Moment sieht sich die Politik wohl nicht in der Lage, am Benzinpreis etwas zu verändern. Die Linkspartei fordert eine Preissenkung von 12 Cent, finanziert durch einen entsprechenden Steuernachlass.

So bleibt dem Autofahrer nichts anderes übrig, als zu sparen. Das Auto auch mal stehen zu lassen, auf den Reifenluftdruck und die Ladung zu achten, vorausschauend zu fahren und Preise zu vergleichen.