Unter 50 Meter betrug die Sichtweite gestern auf der A 7, als Sandstürme über die Autobahn fegten.Trockenheit, starke und böige Winde und die laufende Bearbeitung der Felder hatten das wohl verursacht. In Niedersachsen und Schleswig Holstein wirbelte Westwind große Mengen an Staub und Sand auf, bei Glücksburg wurden Böen mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 108 km/h gemessen.

Die Bilder, die heute davon durch die Medien gehen, erinnern die Fotos, die man im Jahr 2011 gesehen hatte. Damals hatten Sandstürme die Sicht der Autofahrer dermaßen eingeschränkt, dass es zu einer Massenkarambolage mit 8 Toten und 131 Verletzten kam.

Die Polizei warnt auch für die Zukunft vor Sichtbehinderungen durch heftige Winde und aufgewirbelten Sand. 

Wer ist Schuld, was ist die Ursache und vor allem, wie sollen sich Autofahrer verhalten? Umweltschützer suchen die Ursache in der mangelhaften Bestellung der Felder, trocknen diese aus, ist die Chance umso größer, dass Sand aufgewirbelt wird. Landwirtschaftsminister Backhaus forderte im letzten Jahr, dass die Autofahrer ihre Geschwindigkeit entsprechend anpassen. Eine Lösung könnte zum Beispiel in der Pflanzung von Hecken liegen, aber wer soll die Kosten dafür tragen und wie könnte die Pflanzung erfolgen, dass die Felder nicht unnötig zerteilt werden? Winterbegrünung wäre ein Mittel, auch hier ist sicher die Kosten/Nutzenfrage relevant…..

Vielleicht war bei der schweren Massenkarambolage vor zwei Jahren eine Verkettung vieler unglücklicher Umstände die Ursache. Etliche Autofahrer berichteten damals, dass es war, als ob man in eine Wand hinein führe. Wie auch immer – für Autofahrer besonders in Norddeutschland gilt es Vorsicht walten zu lassen, wenn

die Witterung trocken ist
Wind, Sturm oder Windböen angesagt sind und
sich neben Straßen und Autobahnen unbestellte Felder befinden
oder Felder bearbeitet werden..

Man sollte vorausschauend fahren und lieber die Geschwindigkeit herab setzen, um gesund und munter ans Ziel zu kommen.