Wussten Sie schon, dass  90 Prozent der Auffahr-Unfälle, bei denen keine Bremsspuren zu finden sind, auf die Handynutzung am Steuer zurückzuführen sein könnten?

Im letzten Jahr ereignete sich zum Beispiel ein schwerer Unfall auf der B 352, bei der nachweislich die Handynutzung die Unfallursache war. Ein LKW raste ungebremst in ein Stauende, zwei Autofahrer kamen ums Leben. In den Wrackteilen wurde das Smartphone des LKW-Fahrers gefunden und die Auswertung ergab, dass er nur eine Sekunde vor dem Aufprall eine Nachricht darüber abgeschickt hatte…….

Nach derzeitiger Rechtslage ist zwar die Handynutzung (außer telefonieren mit einer Freisprechanlage) am Steuer verboten, jedoch dürfen die Handydaten nach einem Unfall nur dann ausgewertet werden, wenn ein konkreter Verdacht besteht.

Wissen Sie, welche Entfernung Sie zurücklegen, wenn Sie nur mal eben während der Fahrt auf Ihr Handy schauen? Bei nur einer Sekunde und einer Geschwindigkeit von 90 kmh sind es 25 Meter, die man zurücklegt. Bei Tempo 120 sind es schon 33 Meter. (Wenn Sie selbst rechnen wollen: Man teilt die Geschwindigkeit durch 3,6, um die Entfernung, die man in einer Sekunde zurücklegt, zu ermitteln.) Und mal ganz ehrlich: wie viel kann man schon in einer Sekunde lesen und schreiben?

Die Firma Firma ComSonics aus Virginia entwickelt derzeit einen Handydetektor, ein Gerät das wohl  ähnlich wie eine Laserpistole funktionieren wird und nicht nur die Handynutzung ermitteln können soll, sondern sogar zwischen telefonieren und dem Schreiben auf der Handytastatur  unterscheidet.

Übrigens:
SMS-Schreiben oder Handytelefonie am Steuer sind verboten und werden mit 60 Euro Strafe sowie einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei geahndet.