Der Grundgedanke war wohl, die Zahl der Unfälle durch Autos mit technischen Defekten zu senken. Deshalb regte die EU-Kommission in Brüssel an, Autos, die älter als sieben Jahre sind und/oder mehr als 160.000 gefahren sind, jährlich zum TÜV zu schicken. Gemäß den Ermittlungen der EU-Kommission kosten Mängel an Autos täglich fünf Menschenleben. Dem entgegen steht eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes, wonach veraltete oder defekte Reifen ein größerer Unfallverursacher sind, als technische Mängel.

Bei einer Zusammenkunft der Verkehrsminister sprach sich nun die Mehrheit gegen diese Pläne aus. Dadurch muss die geplante gemeinsame Richtlinie für alle EU-Staaten neu überarbeitet werden. Vorgesehen ist unter anderem eine Vereinheitlichung der Prüfvorgaben, allerdings mit einem Spielraum bezüglich des Prüfintervalls, der national verändert werden kann. Ausnahmeregelungen sind für Traktoren und Oldtimer geplant.

In Deutschland wären von der angestrebten Neuregelung der jährlichen Hauptuntersuchung fast die Hälfte aller PKW´s betroffen gewesen.