Am 22. Mai gegen 9.30 Uhr stellte ein Mann in Regensburg sein Auto auf dem Parkplatz eines Großmarktes ab. Im Kofferraum seines Kombis befand sich ein Zwinger, darin ein junger Jagdhund.

Das Auto muss zu diesem Zeitpunkt schon in der Sonne geparkt worden sein, es sollen bereits Außentemperaturen von 30 Grad geherrscht haben. Der Autofahrer verließ sein Fahrzeug, ließ eine  hintere Scheibe einen kleinen Spalt offen, um einen wichtigen geschäftlichen Termin wahrzunehmen. Während der nächsten Stunden war er nach eigenen Angaben so beansprucht, dass er seinen Hund völlig vergaß……..er hatte eigentlich einen Kollegen damit beauftragen wollen, nach dem Hund zu sehen und hatte eine Flasche Wasser für das Tier im Auto.

Drei Stunden später konnte der einjährige Rüde – nachdem ein Passant die Polizei gerufen hatte – nur noch tot aus dem kleinen  Zwinger geborgen werden. Er muss qualvoll gestorben sein, nachdem er vergeblich versucht hatte, sich aus seinem Gefängnis zu befreien.  Bei dem jetzigen Gerichtstermin wurden Fotos gezeigt, auf denen man erkennen konnte, dass der Hund blutige Pfoten und eine blutige Schnauze hatte.

Der angeklagte Autofahrer bereute das Geschehen, bezeichnete es als den „schwersten Fehler seines Lebens“. Er selbst ist Jäger und Forstbetriebsleiter und ihm wird Pressemeldungen zufolge dadurch, dass er zu einer Strafe von 150 Tagessätzen verurteilt worden ist, auch der Jagdschein und evtl. der Waffenschein entzogen.
Der Richterin konnte nicht plausibel gemacht werden, dass man seinen Hund im glühend heißen Auto vergessen kann, ein Lebewesen, für das man die Verantwortung trägt.

Der 44jährige wurde wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 12.000,– Euro verurteilt, das „Vergessen“ seines Hundes und dessen qualvoller Tod kann somit auch Auswirkungen auf seine berufliche Laufbahn haben.