Wieder einmal sind Geisterfahrer in den Schlagzeilen. Zum Glück sind die Meldungen dieses Mal nicht von schwere Unfällen geprägt. Dafür aber von erstaunlich langen Fahrten auf der falschen Fahrbahnseite,

Für diejenigen, die am vergangenen Donnerstag gegen 7.30 Uhr auf der A 7 unterwegs waren, war der Schreck groß, als ihnen ein Fahrzeug entgegen kam. In Nesselwang war nämlich eine 93jährige Autofahrerin in der falschen Richtung auf die Autobahn aufgefahren. Nach 14 Kilometern verließ die alte Dame am Autobahndreieck Allgäu die Straße und wechselte auf die A 980. Dieses mal nicht als Falschfahrerin. Als Grund für ihren "Irrtum" gab sie das heiße Wetter an und sie hätte keine Möglichkeit gesehen, anzuhalten oder auf den Standstreifen zu wechseln. Gegen sie wurde mittlerweile ein Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung eingeleitet.

Glatte 30 Kilometer lang ließ sich ein 82jähriger Autofahrer auf einer Autobahn in der Oberpfalz nicht stoppen. Bei Weiden war er in falscher Richtung auf die Autobahn aufgefahren und ließ sich auch durch die Einsatzkräfte der Polizei vorerst nicht aufhalten. Erst eine Polizeisperre in der Höhe von Mitterteich unterbrach seine Tour. Durch ihn war allerdings ein Unfall mit Sachschaden verursacht worden. 

Den traurigen Längenrekord hält aber ein 64jähriger Autofahrer: Unglaubliche 40 Kilometer war er als Falschfahrer unterwegs. Er wollte nach Füssen und war gegen 22.30 Uhr an der Anschlussstelle Leubas bei Kempten in der verkehrten Richtung auf die A 7 aufgefahren. Die A 7 wurde im Verlauf seiner Fahrt gesperrt, mehrere Polizeifahrzeuge waren im Einsatz, jedoch bemerkte der Fahrer, der durchgängig auf der Überholspur unterwegs war, nach eigenen Angaben nichts. Nichts davon, dass er als Geisterfahrer unterwegs war, nichts davon, dass die Polizei versuchte, ihn aufzuhalten und nichts davon, dass er einige Kilometer lang nur auf der Felge seines rechten Vorderrads fuhr. Die Polizei sprach von einem "Wunder", dass es zu keinem Unfall gekommen war.