Pünktlich zum Ferienbeginn füllen sich die Autobahnen in Deutschland Richtung Norden und Süden. Die große Fahrt in den Urlaub tritt die Mehrheit der deutschen Urlauber trotz Staugefahr und hoher Benzinpreise noch immer am liebsten mit dem eigenen Pkw an. Rund 68 Prozent der Bundesbürger fahren am liebsten mit dem eigenen Auto in die Ferien. Das ergab eine große Urlaubsstudie, für die insgesamt 5.600 Autofahrer aus 15 Ländern der EU zu ihren Reisegewohnheiten befragt wurden.

Für fast 70 Prozent der Befragten ist der eigene fahrbare Untersatz das Verkehrsmittel Nummer eins für den Trip in den Sommerurlaub. Doch was macht das Auto eigentlich als Reisemobil so beliebt? Für die meisten Autofahrer scheint der entscheidende Vorteil des Autos in der Unabhängigkeit zu liegen, die die Fahrt im eigenen Pkw bietet. Für jeden zweiten Befragten ist das Auto das flexibelste Reisemittel, für 19 Prozent ist die Autofahrt die einfachste Möglichkeit, um an den Urlaubsort zu gelangen.

Zu wenige Pausen

Auch wenn die Deutschen gerne und häufig mit dem Auto unterwegs sind, scheinen sich nur die allerwenigsten von ihnen an die empfohlenen Pausenzeiten für längere Autofahrten zu halten. So gaben ganze 78 Prozent der befragten Autofahrer an, frühestens nach drei Stunden Fahrt auf Autobahn oder Bundesstraße eine Pause von mindestens 30 Minuten einzulegen. Fast die Hälfte legt erst nach drei bis vier Stunden Fahrzeit einen längeren Stopp ein, jeder vierte Autofahrer fährt vor der ersten Rast sogar fünf bis sechs Stunden durch. Knapp acht Prozent legen erst nach sechs bis sieben Stunden hinter dem Lenkrad einen Zwischenstopp ein.

Lediglich ein Prozent der Befragten hält sich an die offizielle Empfehlung, spätestens nach zwei Stunden eine Pause einzulegen. Damit gefährdet die Mehrheit der deutschen Autofahrer sich und andere Verkehrsteilnehmer durch viel zu lange Fahrzeiten ohne Pause. Dabei könnte richtiges Pausieren die Unfallgefahr im Straßenverkehr gerade in der Ferienzeit deutlich vermindern. Schließlich sind die kurzen Zwischenstopps zur Erholung für Fahrer und Beifahrer wichtig, aber auch Motor und Antriebswelle des Fahrzeugs benötigen auf längeren Trips gelegentliche Ruhephasen zur Kühlung.

Richtig Pause machen

Schnellstmöglich ans Urlaubsziel zu gelangen, ist nicht alles. Starten Sie Ihre Fahrt in die Ferien stets ausgeschlafen und gut erholt. Wird die Fahrt in der Nacht begonnen, sollte der Fahrer am Tag zuvor ausreichend Schlaf erhalten haben. Im Idealfall ist auch der Beifahrer fit und putzmunter, denn ein schlafender Beifahrer erhöht für den Fahrer nachweislich das Risiko, selbst in den Sekundenschlaf zu fallen. Wer mit Nachtfahrten Probleme hat, sollte spätestens in den frühen Morgenstunden aufstehen und die Fahrt antreten, um das nächtliche Leistungstief zu umgehen. Vor Fahrtbeginn ausreichend frühstücken und trinken und sich auch den ein oder anderen Proviant mit ins Auto nehmen!