Strahlender Sonnenschein, strahlende Sieger, strahlende Zuschauer: Das ADAC Masters Weekend-Finale in Hockenheim war die passende Krönung einer hochspannenden Saison. Nicht weniger als 14 Rennen trugen die Stammserien ADAC GT Masters, ATS Formel-3-Cup, ADAC Formel Masters und ADAC PROCAR sowie die Gastserien MINI Challenge und Lamborghini Blancpain Super Trofeo im badischen Motodrom aus. Bei herrlichstem Spätsommer-Wetter erlebten 33.200 Zuschauer auf dem traditionsreichen Kurs in Baden-Württemberg somit Motorsport vom Feinsten. Vor den Augen von Sänger und Songschreiber „Der Graf" von den Chartstürmern „Unheilig" („Geboren um zu Leben") gewannen Alexandros Margaritis und Dino Lunardi erstmals den Titel im ADAC GT Masters. Auch in der ADAC PROCAR Division 2 (Nils Mierschke, D) und in der Super Trofeo (Fabio Babini, I) stehen die Meister jetzt fest. Wohl stellvertretend für die begeisterten Besucher sagte „Der Graf“, der erstmals ADAC GT Masters-Luft schnupperte, im kabel eins-Interview: „Ich freue mich unglaublich, hier sein zu dürfen. Ich habe den größten Respekt vor den Leistungen der Piloten.“

ADAC GT Masters: Titelvergabe am Samstag, Drama am Sonntag
Die erste Titelentscheidung der ADAC GT Masters-Saison 2011 fiel vorzeitig am Samstag: Mit einem souveränen Laufsieg im vorletzten Saisonlauf sicherten sich der ehemalige DTM-Pilot Alexandros Margaritis (GR) und sein französischer Teamkollege Dino Lunardi im BMW ALIPNA des LIQUI MOLY Teams Engstler den begehrten Titel in der Fahrerwertung. Ihre härtesten Rivalen, Johannes und Ferdinand Stuck (beide A) im Reiter-Lamborghini, folgten im Samstagsrennen auf dem zweiten Platz vor dem Phoenix Racing-Audi von René Rast/Stefan Landmann (D/A). Auch am Sonntag standen die neuen Meister und die Stucks im Fokus: Johannes Stuck spurtete in der Eröffnungsrunde am Auto der Champions vorbei und übergab die Führung an Bruder Ferdinand. Immer im Schlepptau: der grüne BMW ALPINA. Als dieser wegen eines Defektes langsamer wurde und schließlich parkte, schien der Sieg für die Stucks nur noch Formsache zu sein. Doch auf den letzten Metern wurde auch ihr Lamborghini immer langsamer und schaffte es nur mit letzter Kraft über die Ziellinie: Platz fünf statt Sieg. Trostpflaster für die Stucks: Sie sicherten sich dennoch die Vizemeisterschaft im ADAC GT Masters und den serienübergreifenden Titel der Deutschen GT-Meisterschaft. Außerdem gewann ihre Reiter-Mannschaft den Teamtitel im ADAC GT Masters. Reiter-Kollege Marc A. Hayek (CH) krönte sich zum Meister der Amateure. Das Podium am Sonntag besetzten die erneut starken René Rast/Stefan Landmann vor dem Farnbacher ESET Racing-Ferrari von Niclas Kentenich/Mario Farnbacher und dem Mercedes-Benz SLS von MS Racing mit Maximilian Mayer/Maximilian Götz (alle D). Farnbachers zweiter Platz krönte das mehr als gelungene Debüt des ADAC Formel Masters-Talents, das von der ADAC Stiftung Sport gefördert wird, in der „Liga der Supersportwagen“. Das mit kleinen Titelhoffnungen nach Hockenheim gereiste Team ABT Sportsline konnte keine Punkte einfahren. Dennoch durfte Christopher Mies (D) als Dritter der Abschlusstabelle mit aufs Podium der Jahreswertung.

ATS Formel-3-Cup: Stanaway setzt Siegesserie unbeirrt fort
Er ließ auch beim Finale des ATS Formel-3-Cup keinerlei Zweifel an seinem verdienten Titelgewinn aufkommen: Richie Stanaway (NZ) sicherte sich auf dem Hockenheimring souverän seine Saisonsiege Nummer zwölf und 13. Der Neuseeländer, der sich bereits beim vergangenen Rennwochenende in Assen (NL) die Meisterschaft sicherte, schnappte sich im zweiten Lauf auch noch die Extra-Punkte für Pole-Position und die schnellste Runde. Kurioserweise verwies er in beiden Durchgängen die Mercedes-Piloten Marco Sørensen (DK) und Hockenheim-Lokalmatador Markus Pommer (D) auf die Plätze. In der Jahresabschlusstabelle rangieren Sørensen und Klaus Bachler (A) hinter Stanaway.

ADAC Formel Masters: Wehrlein führt vorläufige Abschlusstabelle an
Gleich zwei Fahrer schafften beim Finale des ADAC Formel Masters 2011 erstmals den Sprung auf das oberste Podiumstreppchen: Das erste der drei Rennen in Hockenheim entschied ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Jason Kremer (D) für sich, im dritten Durchgang hatte Lokalmatador Lucas Wolf die Nase ganz vorn. Die meisten Punkte am letzten Rennwochenende sammelte Sven Müller (D). Der Bingener gewann das zweite Rennen und wurde zweimal Zweiter. In der Abschlusstabelle, die wegen laufender Verhandlungen vorläufig ist, liegt Müller auf Platz zwei hinter Pascal Wehrlein, der nur im ersten Hockenheim-Rennen als Dritter den Sprung aufs Podest schaffte. Gesamtdritter wurde Emil Bernstorff, der nach Platz zwei im zweiten Kräftemessen beim letzten Lauf in Führung liegend ausfiel.

ADAC PROCAR: Mierschke zittert sich zum Titel in der Division 2
Nach dem vorzeitigen Titelgewinn der Division 1 durch BMW-Pilot Johannes Leidinger (D) sicherte sich Jens Weimann (D) durch seinen ersten Doppelsieg der Saison Gesamtrang zwei. In beiden Läufen verwies der BMW-Pilot seinen Verfolger Peter Rikli (CH) im Honda auf Platz zwei. Der stärkere Fokus war jedoch auf die Division 2 gerichtet, in der die Meisterschaft noch völlig offen war. Hier feierte der Gesamtzweite Guido Thierfelder (D) zwar einen Doppelsieg, doch Spitzenreiter Nils Mierschke (D) rettete mit zwei zweiten Plätzen seinen Vorsprung. In der Klasse der Super 1600-Tourenwagen hat der Ford-Pilot in der Endabrechnung letztlich fünf Zähler Vorsprung vor Peugeot-Pilot Thierfelder.

Nationale und internationale TV-Berichterstattungen
Ein Highlight-Magazin zu den Formel-Rennen bringt der Sender in der Nacht zu Montag (3. Oktober 1.15 Uhr). TV-Zusammenfassungen aller Ereignisse in
Hockenheim zeigt „SPORT1“ (8. Oktober, ab 13.30 Uhr).

„MotorsTV“ strahlt die ADAC GT Masters-Rennen in voller Länge als Aufzeichnungen aus (4. Oktober, ab 21.15 Uhr; 5. Oktober, ab 9.30 Uhr und ab 17.30 Uhr; 6. Oktober, ab 12 Uhr und ab 23.25 Uhr; 7. Oktober, 13.45 Uhr). 

Quelle: ADAC.de