Deutsche Straßen ähneln stellenweise einem Schweizer Käse: Mitunter reiht sich Schlagloch an Schlagloch. Teilweise werden sogar Straßen gesperrt, weil diese nicht gefahrlos für Autofahrer passierbar sind und/oder keine Mittel für die Reparatur da sind. Zum Teil bleiben die Schlaglöcher viel zu lange erhalten, vielfach werden sie nur provisorisch gestopft und viel seltener kann eine dauerhafte Sanierung der Straße erfolgen.

Was aber tut man, wenn man in solch ein Schlagloch gefahren ist und sich beim Auto etwas "merkwürdig" anhört oder sogar die Lenkung nicht mehr einwandfrei anspricht? (So eine Exkursion in die Vertiefung der Fahrbahn kann sogar zum Achsbruch führen ). Vor allem, wer kommt für die Kosten auf?

Natürlich wird man – sofern es möglich ist – die nächst gelegene Werkstatt anfahren oder sich im schlimmeren Fall abschleppen lassen.Vorher aber sollte man Fotos machen, von dem Schaden an der Straße, was am Fahrzeug geschehen ist und ggf. auch die Ausschilderung begutachten. Wurde das Tempo beschränkt oder auf Schäden an der Fahrbahn hingewiesen? Im günstigsten Fall sichert man sich die Daten von Zeugen vor Ort. Denn meist ist man als Autofahrer auch in der Beweispflicht und wird den Schaden natürlich auch bei der zuständigen Stelle melden.

Auf der deutlich sichereren Seite ist man, wenn man eine Vollkaskoversicherung hat, denn diese wird meist für die Schäden aufkommen, was bei einer Teilkasko nicht der Fall ist. Allerdings gibt es hier auch Einschränkungen, zum Beispiel dann, wenn man nicht den Witterungs- und Straßenverhältnissen angepasst gefahren ist oder das Auto nicht wirklich verkehrstüchtig ist.

Ob und wann Städte und Gemeinden für entstandene Kosten aufkommen, ist von Fall zu Fall zu entscheiden, was viel Zeit und durchaus auch die Gerichte in Anspruch nehmen kann, denn hier spielen viele Faktoren eine Rolle. Angefangen vom angemessenen Fahrverhalten, über die Beschilderung bis hin zur Tatsache, ob man eine Chance hatte, die Gefahr rechtzeitig zu erkennen und ggf. auszuweichen.

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