Der ACE Auto Club Europa hat anlässlich der Diskussion über ein neues nationales Verkehrssicherheitsprogramm die Bundesregierung aufgerufen, die Forderung nach einem Alkoholverbot am Steuer endlich auf die politische Tagesordnung zu setzen. „Wir brauchen darüber einen offenen gesellschaftlichen Diskurs“, sagte der Vorsitzende des ACE, Wolfgang Rose, am Mittwoch in Stuttgart. Nahezu alle Experten seien sich darin einig, dass mit der Umsetzung eines Alkoholverbots im Straßenverkehr die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten aufgrund von „Alkoholunfällen“ spürbar abgesenkt werden kann, fügte Rose hinzu. Er verwies auf offizielle Erhebungen, wonach binnen zehn Jahren (2000 – 2009) insgesamt 7.114 Menschen bei Verkehrsunfällen in Zusammenhang mit Alkohol getötet worden sind. Das seien rund 12 Prozent aller Verkehrstoten, Fahren unter Alkoholeinfluss gehöre damit zu den Hauptunfallursachen.

Rose begrüßte das Bestreben der Bundesregierung, im Verkehrssicherheitsprogramm dem Komplex Mensch und Mobilität größere Bedeutung beizumessen. Besonders im Aktionsfeld Mensch werde der ACE seine Kompetenzen im Bereich der Mobilitätserziehung von Kindern und Senioren einbringen. Der ACE-Chef verwies auf erfolgreichen ACE-Programme wie „Mobililli unterwegs“, „abgefahren“ und „Ü60 – bleib mobil“.
 

Quelle: ACE.de