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Porsche “P 1″ – Elektrofahrzeug aus dem Jahr 1898

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Wahrscheinlich dachten die Besitzer, dass sie irgendeine alte Kutsche aus grauer Vorzeit in ihrer Scheune stehen haben und beachteten sie nicht weiter.

Dahinter verbarg sich aber der "P 1", eines oder besser gesagt das "Egger-Lohner-Elektromobil Modell C.2 Phaeton", eines der ersten Elektromobile in der Geschichtes des Autos. Dieses Fahrzeug wurde von Ferdinand Porsche konstruiert und war am 26. Juni 1898 zum ersten Mal auf österreichischen Straßen unterwegs.
Porsche hatte bei dem Wiener Unternehmen "Bela Egger & Co.“ gearbeitet, das 1896 in „Vereinigte Elektrizitäts AG“ umfirmiert wurde.Diese Firma war vom Kutschwagenfabrikanten Jacob Lohner für eine Zusammenarbeit auserkoren worden, denn sein Gedanke war es, seine Kutschen statt mit Pferden mit Elektrotechnik laufen zu lassen. Daher stammte dann auch der Name "Egger-Lohner C.2" für das spätere Elektrofahrzeug. Das Kürzel "P 1" kam daher, dass Ferdinand Porsche in einige Bauteile dieses Fahrzeugs ein "P1" prägen ließ, um es als Porsche zu kennzeichnen.

Und hier kam auch Ferdinand Porsche ins Spiel: Er konstruierte einen 130 kg schweren Elektromotor, die dazu gehörige Batterie wog stattliche 500 kg und bestand aus Blei-Akkus. Dank der erzielten 3 PS wurde eine Geschwindigkeit von 25 kmh erreicht, die kurzfristig durch eine Steigerung aus 5 PS auf 35 kmh gesteigert werden konnte. Auch die Reichweite des Kutschen-Fahrzeuges konnte sich mit durchschittlich 80 Kilometern sehen lassen.

Übrigens: Auf der "Internationale Motorwagen-Ausstellung“ 1899 in Berlin waren von insgesamt 120 Ausstellern 19 Teilnehmer mit Elektro-Mobilen.In diesem Zusammenhang wurde ein Wettrennen ausgelobt, das über eine Strecke von 40 Kilometern ging. Der P1 wurde damals nicht nur erster, sondern zeichnete sich auch durch den niedrigsten Energiebedarf aus.

Der jetzt gefundene Egger-Lohner C2 war 1902 von Ferdinand Porsche in einer Remise untergestellt worden, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in Privatbestz abgegeben und war seit dem unauffindbar. Bis er schließlich im Jahr 2013 dem Enkel von Ferdinand Porsche angeboten wurde, der ihn wohl seinerseit dem Porsche-Museum in Stuttgart als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen wird.

 


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